"Stiften - Gegenwart und Zukunft gestalten" Im Jahr 2010 feiert die Metropolregion Rhein-Neckar ihr fünfjähriges Jubiläum als Europäische Metropolregion. Eine besondere Stärke der MRN ist die Etablierung zuverlässiger Partnerschaften zwischen Unternehmen, öffentlich-rechtlichen und gemeinnützigen Institutionen, Bürgern und Netzwerken. So kommt die Region schneller als andere Regionen zu einem höherwertigen Konsens und damit zu Ansätzen und Lösungen, mit denen die Region besser als jeder für sich allein den wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen begegnet. Die Stiftungen in der MRN sind Teil dieser Entwicklung. Sie leisten ihre Beiträge, ihrem Zweck entsprechend Gesellschaft zu gestalten und damit Verantwortung zu übernehmen. Mit über 400 Stiftungen weist die Region eine vielfältige, sich ergänzende Stiftungslandschaft auf, die in ihrer Gesamtwirkung mehr gesellschaftliche Gestaltungskraft demonstriert, als dies jede einzelne Stiftung für sich zu leisten vermag. Bestehende Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar bei ihrer Arbeit zu unterstützen und Bürgern ebenso wie Unternehmern, die eine Stiftung gründen möchten, die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen, ist Ziel des nun zum vierten Mal stattfindenden Stiftertags der Metropolregion Rhein-Neckar. | | 
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Der 4. Stiftertag der Metropolregion Rhein-Neckar fand am 3. Dezember 2009 im Congress Center Rosengarten in Mannheim statt.
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Präsentationen:
Im Fokus 1: Bürgerstiftungen
Im Fokus 2: Stiftungsgründungen für Unternehmen
Im Fokus 4: Fundraising
Im Fokus 6: Treuhandstiftungen
Die Kooperationsbörse „Gute Verbindungen schaffen“
Um den Stiftertag noch wirkungsorientierter zu gestalten, wurde erstmals die Kooperationsbörse „Gute Verbindungen schaffen“ in das Programm integriert. Dieses Instrument bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, zusammenzukommen und innerhalb einer Stunde gute Verbindungen miteinander einzugehen. Die dabei vereinbarten Kooperationen kommen beiden Seiten und damit vielen Begünstigten der Stiftungsarbeit zugute.
Kooperationsbörse: Wie geht das?
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Den Teilnehmenden steht eine begrenzte Zeit zur Verfügung, in der sie Kooperationen vereinbaren können. In verschiedenen Kontaktecken besteht die Möglichkeit, Angebot und Nachfrage an Know-how-Transfer, die Überlassung von Infrastruktur (z. B. Räumlichkeiten) oder Mitarbeiter-Engagement (Zeitspenden) auszuhandeln. Werden sich beide Seiten einig, können sie eine Kooperationsvereinbarung abschließen.
Beispiel: Die Stiftung X erhält immer wieder interessante Projektskizzen, deren Förderbedarf aber ihre Unterstützungsmöglichkeiten übersteigt. Bei der Kooperationsbörse sucht und findet sie eine weitere Stiftung, die ein ähnliches inhaltliches Profil hat. Gemeinsam schließen sie eine Vereinbarung über die Einrichtung eines gemeinsamen Pilotvorhabens zur gemeinsamen Projektförderung.
Beispiel: Das Unternehmen C will im Rahmen seiner Personalentwicklung für Mitarbeiter/-innen, die demnächst in den Ruhestand gehen, ein Projekt entwickeln, bei dem diese einen Teil ihrer Arbeitszeit künftig als Zeit- und Kompetenzspenden in gemeinnützige Organisationen einbringen. Bei der Kooperationsbörse schließt das Unternehmen für dieses Vorhaben eine Vereinbarung mit der Freiwilligenagentur D ab, die die Kontakte zu passenden gemeinnützigen Partnern herstellt und die Projektumsetzung berät. Als Gegenleistung erstellen die Auszubildenden des Unternehmens eine neue Homepage für die Freiwilligenagentur.
Kooperationsbörse: Wie kann man sich vorbereiten?
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Folgende Leitfragen können bei der Vorbereitung auf die Kooperationsbörse hilfreich sein:
- Möchten Sie eine bestehende Partnerschaft intensivieren? Suchen Sie weitere Partner? Wenn ja, was sollten diese mitbringen, welchen Bedarf an Unterstützung haben Sie?
- Sie möchten eine neue Partnerschaft begründen? Welches Themenfeld möchten Sie in der Partnerschaft bearbeiten? Was ist Ihre Zielsetzung? Haben Sie bereits Partner im Auge (Wirtschaft, Forschung, NGOs ...)?
- Möchten Sie sich einer bestehenden Partnerschaft anschließen? Aus welchem Bereich?
- Was möchten Sie in die Partnerschaft einbringen – Know-how, Infrastruktur, Dienstleistungen,…?
- Haben Sie eine konkrete – oder auch vage – Idee, die Sie gerne voranbringen möchten? Wie sieht Ihre Idee aus, um welches Thema geht es?
- Was können Sie zu Ihrer Idee beisteuern? Was benötigen Sie darüber hinaus?
- Sie möchten in eine innovative Idee oder Initiative investieren? In welchem Themenfeld möchten Sie sich austauschen bzw. engagieren?
- Welche Erwartungen haben Sie an den Partner? Sollte er z. B. einem bestimmten Sektor angehören oder in einer bestimmten Region ansässig sein?
- Was möchten Sie in die Kooperation mit einbringen – Zeit, Know-how, Ressourcen …?
Die Kooperationsbörse wurde in Kooperation mit dem Netzwerk Bürgerengagement in der Metropolregion Rhein-Neckar durchgeführt. Unterstützt wurde sie von der Bertelsmann-Stiftung, die das Konzept der Kooperationsbörse in Anlehnung an die aus den Niederlanden stammenden „Marktplatz-Methode“ entwickelt hat. Seit 2006 wird die Methode durch die Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung in Deutschland vielfach erfolgreich umgesetzt.
Mit freundlicher Unterstützung der Bankenvereinigung Rhein-Neckar Mannheim